Category: Ferner Osten

Apple iPod? Und zwar fuer dieses Foto. Das ganze war in einem kleinen Markt an einer der Geschäftsstraßen in Kwoloon. An jeder Kreuzung steht dort einer, der einem billige Uhrenfälschungen verkaufen will. Auch alle möglichen anderen Dinge werden dort angeboten. Ich bin einen dieser kleinen Märkte gegangen. Dieser war hauptsächlich voller Stände die indische oder afrikanische Besitzer haben. Es gab ganz interessante Dinge da zu kaufen. Nokia Telefone, die nicht von Nokia waren. Alle möglichen Taschen und Koffer von Samsonite oder Luis Vitton. Natürlich auch keine Originale. In einem Regal sah ich dann auch diese „iPod’s“. Genau die gleichen Geräte gibt es praktisch überall in Asien zu kaufen. Allerdings habe ich bisher noch nirgendwo gesehen, dass da auch noch jemand ein Apple Logo drauf pappt und iPod dran schreibt. Die Dinger haben sogar exakt die gleiche Verpackung. Nachdem ich das Foto gemacht hatte, sagte der Ladenbesitzer zu mir, das nächste mal soll ich fragen, bevor ich ein Foto mache. Ich habe daraufhin gefragt, ob er ein Problem damit hat, dass ich seine Auslagen fotografiere. Da das alles völlig einwandfreie Ware von Apple sei, koenne es ihn doch nicht wirklich stören. Gott sei Dank war zwischen mir und ihm die Ladentheke. Irgendwie schien er der Echtheit seiner Ware selbst nicht zu trauen 😉

Der Tag in Hongkong ist rum. Sitze inzwischen am Flughafen und warte auf den Abflug. Bin also ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Hab mir den Hafen auf einer Hafenrundfahrt angeschaut. Naja, nannte sich zwar Hafenrundfahrt, ging aber einfach eine Stunde zwischen Hongkong und Kowoon im Kreis rum. Auf einer der alten Fähren. Die hat man schon in vielen Filmen gesehen. Die Dinger sind inzwischen über 100 Jahre alt. Tun aber immer noch ihren Dienst, auch als normale Fähre. Der Kahn für die Rundfahrt ist lediglich etwas mehr aufgemotzt. Ein kleines Kaffee statt Bankreihen im Oberdeck. Das Unterdeck wird praktisch nicht benutzt. Bei den normalen Fähren, die ich auch in beide Richtungen benutzt habe, gibt es ein unter und ein Oberdeck. Diese werden getrennt bestiegen. Man zahlt für das Oberdeck etwas mehr. Aber auch das ist fast umsonst. Es kostet ungerechnet unten 15 und oben etwa 20 Euro Cent. Beachtlich ist, wie diese Dinger schwanken. Es war zwar fast kein Wellengang, aber geschaukelt hat es, dass man kaum stehen konnte. Das interessanteste an den Kähnen ist aber, dass die in zwei Richtungen fahren können. Sozusagen Wendekähne. Wie Strassenbahnen ohne Wendeschleife. Geht in beide Richtungen gleich gut. Das macht das Uebersetzen deutlich fixer. Der Kahn braucht nicht immer umstaendlich umzudrehen. Trotzdem muss keiner auf dem Kahn rueckwahrts fahren. Star Ferry Sitzbank Ist wohl auch besser bei dem Geschauckel, sonst werden die Reinigungskosten zu hoch. Man klappt einfach die Ruecklehne der Bank auf die andere Seite und schon gehts vorwaerts. Eine Ueberfahrt dauert nur 5 bis 10 Minuten. Haengt vom Schiffsverkehr ab.
Auch der Weg von und zum Flughafen ist leicht zurückzulegen. Es gibt einen Schnellzug zwischen dem Flughafen und Hongkong Central. Fährt alle 12 Minuten und ist ca. 20 Minuten unterwegs. Man kann für die meisten Airlines mitten im Stadtzentrum einchecken. Das kann man sogar schon 1 Tag im voraus. Man hat also keine Probleme mit dem Gepäck. Muss keinen Parkplatz suchen. Ist einfach gut organisiert. Man kommt aus dem Zug direkt in die Abfertigungshalle. Da kann sich Berlin-Brandeburg schon mal was abgucken fuer den neuen Flughafen.
Wie ich mir hier beinahe noch ein Prügel eingefangen habe berichte ich dann morgen.

Es ist hier das selbe wie in Indonesien. Man muss gelegentlich das Visa verlängern. Einmal geht im Inland bei der Einreisebehörde. Will man dann noch länger bleiben, muss man erst mal ausreisen. Einen Tag einfach irgendwo ins Ausland. Das ist in so fern etwas schwierig, als dass sämtliche Ausländer nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen sind. Die Auswahl gibt es zwischen Taipeh, Hongkong, Macau, Kuala Lumpur oder Singapore, die alle etwa gleich weit entfernt sind. Möglich wäre auch Kanton, aber da braucht man ein Visa. Ausser in Hongkong und Macau war isch schon überall, also Hongkong. Morgens um 6:30 Uhr von Manila los und um Mitternacht wieder zurück. Also ein schöner Bummel um die Stadt kenne zu lernen. Bisschen schlecht ist, dass ich ziemlich knülle bin. Letzte Nacht gab’s keinen Schlaf. Wir waren erst zum Bowling, dann im Blue Wave. Gleich an der Manila Bay. Klasse Live Musik. Dann noch in einem anderen Laden in Malate. Bis 4 Uhr. Dann war es etwas schwierig ein Taxi zu kriegen. Schaffte es gerade noch mal in Hotel. Duschen, umziehen, los zum Flieger. Die Zeit war schon knapp. Die wollten mich nicht reinlassen. Kein betreten des Flughafens ohne Ticket. Hat man aber nicht. Alles elektronisch. Man muss erst zum Airline Büro um eine Quittung zu kriegen. Dafür muss man aber auch wieder durch eine Sicherheitsschleuse. Dort kriegt man, gegen Hinterlegung eines Ausweises, eine Zugangskarte. Ich hatte aber nur den Reisepass dabei. Keinen Führerschein, Personalausweis oder sonstiges. Jetzt wollten die mich da auch nicht reinlassen. Nach einigem Hin und Her durfte ich dann so rein. Hab meine Quittung bekommen, durfte dann auch in den Flughafen rein. Hab’s gerade noch so zum Flieger geschafft. Vom Flug habe ich nichts mitbekommen. Habe die ganze Zeit geschlafen.

P1000988P1010028P1000971P1000966
Jetzt bin ich also in Hongkong. Ist schon recht beeindruckend. Morgen, wenn ich wieder im Buero bin, mehr dazu.

Das war es mal wieder. Heute geht es zurück nach Hause. In 1,5 Stunden, also um 9, geht mein Flug. Heute Abend gegen 9 bin ich wieder in Berlin. Ich werde als ca. 19 h unterwegs sein.
Gestern gab es nicht wirklich was zu schreiben. Es hat den ganzen Tag geregnet. Eigentlich wollte ich noch einen Ausflug nach Norden machen. Fishermans Wharf (Fischereihafen) und Termalquellen standen auf dem Programm, aber das viel ins Wasser. In den letzten Tagen war das Wetter ohnehin mehr wie in London. Für die nächsten Tage ist hier noch mehr Kälte angesagt. Da kann ich also auch zurück nach Deutschland fliegen 😉
Fortsetzung folgt!

P1010509  Bei dem Thema geht es heute mal nicht um die bei mir etwas ungeliebte Ordnung sondern vielmehr um das Zurechtfinden in einer fremden Stadt. Einen Stadtplan für Taipei zu finden war nicht schwer. Einen zu finden in dem es neben chinesischen wenigstens gelegentlich englische Wörter gibt, schon schwieriger. Aber das ist nur Teil des Orientierungsproblems. Wenn man die Straßennamen auf der Karte gefunden hat, muss man dann auch noch die passenden Straßenschilder finden. Dazu habe ich eine weile gebraucht. Als Mitteleuropäer sucht man diese an Straßenecken oder Häuserwänden. Da war aber nix zu finden. Ich war schon einigermaßen verzweifelt. Bis mein Blick dann zufällig auf eine Ampel fiel, die für die Autos hoch über der Fahrbahn vor der Kreuzung angebracht war. Hurra! Da gab es ein Straßenschild. An die Fußgänger hat hier offensichtlich auch noch keiner gedacht. Na gut, so geht’s auch. Ist nur etwas umständlich, wenn man an der Straßenecke erst ein Stück in die andere Straße hineinlaufen muss um herauszufinden in welcher Straße man sich gerade befindet.
Das Straßensystem an sich ist einigermaßen logisch aufgebaut und ähnelt z.B. dem New Yorks. Die Strassen in Ost-West Richtung haben 2 Namen. Neben dem eigentlichen (z.B. die schon öfter genannte Xinyi Road) heißen sie auch Boulevard und sind einfach durchnummeriert. Die Straßen in Nord Süd Richtung haben nur ihren Namen werden aber in North- und South Road unterteilt. Die Mitte bildet der Civic Boulevard.
Alle Strassen werden dann noch mal in Sektionen unterteilt. Diese werden in Ost-West-Richtung gezählt oder Ausgehend vom Civic Boulevard in Richtung Nord oder Richtung Süd. Wenn man mal dahinter gekommen ist, ist es nicht allzu schwer sein Ziel zu finden.
Im übrigen gibt es in Taipei ein das gesamte Stadtzentrum abdeckendes WLAN Netz. WiFly genannt. Soweit ich feststellen konnte, ist das tatsächlich problemlos im gesamten Stadtgebiet verfügbar. Leider war es mir nicht möglich das zu nutzen. Die Anmeldeseiten sind konsequent in Chinesisch gehalten. Ich komme mit dieser Bilderschrift leider immer noch nicht klar.
Ähnlich problematisch gestaltet sich hier übrigens auch die Verständigung. Englisch wird hier, außer im geschäftlichen Bereich, kaum gesprochen. Die Verständigung ist längst nicht so einfach wie in Indonesien, Malaysia oder Singapore. Selbst in einem Starbucks Cafe spricht nicht jede Bedienung Englisch. Das kann sich besonders schwierig erweisen, wenn man den ganzen Tag in der Stadt unterwegs ist und dann Hunger kriegt. Wenn man Glück hat, findet man einen Laden in dem die Speisekarte bebildert ist. Da kann man dann zeigen, was man essen möchte. Was aber noch keine Auskunft darüber gibt, was in der Suppe, außer Nudeln, enthalten ist. Na, irgendwie habe ich es geschafft ohne zu verhungern über die Runden zu kommen. Kann auch von Vorteil sein, wenn man einen Magen hat, der so ziemlich alles verträgt.P1010494



P1010543 P1010510 Heute ist Mistwetter. Schon gestern Abend hat es angefangen zu regnen und heute Morgen war es immer noch nicht besser. Na macht nix. Ich hab mich sowieso entschlossen dem Jetlag aus dem Weg zu gehen. Da ich ja mit meiner Arbeit schon fertig bin und deshalb nicht mehr früh aufzustehen brauche, verschiebe ich meinen Tag einfach auf europäische Zeit. Ich schlafe bis 1 oder 2 Uhr.
Als ich um 2 aus dem Fenster schaue, ist dar Wetter zwar nicht berauschend, aber es regnet auch nicht. Ich werde mir heute mal ein bisschen taiwanesische und chinesische Tradition anschauen. Aber zunächst muss ich mit der U-Bahn klarkommen. Das stellt sich als einfacher heraus als gedacht. Zunächst mal sind die Linien farblich sortiert. Das fängt beim Streckenplan an und hört bei der Beschilderung auf. Man muss also nicht mal die Schriftzeichen verstehen um auf den Bahnsteig zu finden. Das Bezahlen ist auch recht einfach. Man schaut am Abfahrtbahnhof auf den Streckenplan. Dort findet man auf dem Streckenplan für jede Zielstation den Fahrtpreis. Einfach ein Knöpfen drücken und Geld einwerfen. Dann kommt der Fahrschein heraus. Damit geht man dann zur Schranke und schon kommt man auf den Bahnsteig. Immer wenn ich irgendwo in der Welt diese Schrankensysteme sehe, frage ich mich, warum so etwas in Berlin nicht möglich ist.
Interessant ist hier auch, wie das Einsteigen in die Züge funktioniert. Es gibt auf dem Bahnsteig markierte Halte- und Wartebereiche. Es ist genau aufgezeichnet, wo die Türen des Zuges sind und wie man sich anstellen soll. Die Fahrgäste stehen auch alle brav in den markierten Bereichen in ordentlichen Warteschlangen an. Wenn ich da an andere asiatische Städte denke!
Also rein in die Bahn und los. 5 Stationen bis zum Longshan Tempel. Fein mitzählen. Lesen und die Ansage verstehen ist ja nicht so einfach. Die gibt es zwar auch in Englisch aber mit starkem Akzent. Klingt irgendwie alles chinesisch. Die Bahnstation heißt wie der Tempel und liegt mitten im Stadtteil Longshan.
Bei der Tempelbesichtigung muss man ein wenig aufpassen, dass man von den vielen Räucherstäbchen nicht high wird. Nebenbei habe ich auch mitgekriegt, dass das viele Essen das in den Tempeln steht keineswegs für die Götter gedacht ist. Viele Leute bringen Lebensmittel, vor allem Obst, mit in den Tempel und stellen es dort ab. Andere, offensichtlich bedürftige, nehmen es wieder mit.
Nach einem kleinen Streifzug durch die Seitenstrassen habe ich eine Pause in einem Kaffee eingelegt. Dann bin ich weiter zur Chiang Kai-Shek Memorial Hall. Das ganze ist ein recht großer Komplex mit dem National Theater und der Nationalen Konzert Halle.
Inzwischen hat es auch angefangen leicht zu regnen. Könnte aber auch sein, dass die üblichen 95% Luftfeuchtigkeit nun die 100% erreicht haben.
Der Komplex liegt übrigens an der gleichen Xinyi Road wie das Taipei 101. Nur am anderen Ende. Heute verkneife ich mir aber den Fußweg und nehme die U-Bahn zurück.
Weitere Infos und Bilder:
http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/world/taiwan/taipeh_memorial.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiang_Kai-shek
Longshan Tempel

P1010561 P1010562

P1010502Wenn man in Taipei ist muss man dort gewesen sein. Also habe ich mich auch auf den Weg dorthin gemacht. Wie immer zu Fuß. Wie das so mit großen Gebäuden ist, die man in der Ferne sieht, ist es doch etwas weiter als man denkt. War ca. 1 Stunde Fußmarsch immer die Xinyi Road entlang. Ist im Übrigen einigermaßen Schweißtreibend hier durch die Strassen zu laufen. Es ist zwar nicht sehr warm (so um die 20 Grad) aber die Luftfeuchtigkeit liegt hier auch über 85%.
Also nach gut einer Stunde angekommen und ich hab auch gleich nach dem Weg zur Aussichtsplattform gesucht. War nicht schwer zu finden. Der Andrang war nicht groß und der Preis in Ordnung (300$). Die Dame wollte mir zwar die Fahrt nach oben ausreden, weil das Wetter schlecht ist und man eh nix sieht. Da ich aber nur ein paar Tage hier bin und ich nicht weiß ob das Wetter noch mal besser wird, bin ich trotzdem hoch. Erst mal Fahrstuhl anstehen, dann die, überall in der Welt wohl inzwischen unumgängliche, Sicherheitskontrolle. Dann mit dem „schnellsten Fahrstuhl der Welt“ nach oben bis zur 89. Etage. Keine Ahnung ob das hier wirklich der schnellste ist. Schnell geht es aber wirklich. 62 km/h oder 1001 m/min. In ca. 30 Sekunden ist man oben. Die Aussicht ist in der Tat nicht berauschend. Man kann nicht wirklich weit sehen. Aber wie gesagt, man muss hier gewesen sein. Man kann noch die Kugel bewundern, die als Ausgleichsgewicht für Schwankungen hier aufgehängt ist. Der Turm steht schließlich in einem Taifun und Erdbebengebiet.P1010503
Weiter Infos gibts unter:
http://skyscraperpage.com/cities/?buildingID=18
http://www.emporis.com/en/wm/bu/?id=100765
http://www.tfc101.com.tw/
http://www.degussa.de/de/produkte/archiv/taipei_101.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Taipei_101

carnegies_crowds3 carnegies_busybusybusy carnegies_color_tiny Freitag Abend. Was macht man? Allein in einer fremden Stadt? Man sucht etwas Unterhaltung. Zufällig gab es auf dem Flug nach Taipei im Lufthansamagazin einen Bericht über Taipei. Dort wurde das Carnegies erwähnt. Klang recht interessant. Ich muss mir das also mal live anschauen. Bin so gegen 9.30 Uhr angekommen. Zwei Türsteher. Es wird kontrolliert ob die Besucher älter als 21 sind. Ich muss meinen Ausweis nicht zeigen. Aber Eintritt bezahlen. 500 NTD (Neue Taiwan Dollar) mit einem Drink oder 800 mit 3 Drinks. Da ich etwas länger bleiben will, zahle ich die 800$. Noch einen Stempel auf die Hand und rein. Ist noch nicht viel los. Ich kann noch einen guten Platz in der Nähe der Bar finden. Die Musik ist ganz ok. Gängige Rockmusik. Auch aus den 70ern.
Mit fortschreitendem Abend füllt sich die Bar und die Party wird interessanter. Gegen 11 wird der Tresen geräumt und das Publikum beginnt auf der Bar zu tanzen. Die ist etwa wie auf einer Meisterschaftsfeier des FC Liverpool kurz bevor die Schlägerei ausbricht. Die Photos sind zwar von der Webseite des Carnegies (Fotografieren in der Bar ist nicht erlaubt), aber die sind echt. Es wirklich so.
Das ganze geht dann bis in die frühen Morgenstunden. An der Tür steht „We close around dawn“.

avatar Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog. Hier kann man verfolgen, wo ich in der Welt unterwegs bin und was ich so erlebe. Wer mehr über mich wissen will klickt hier. Viel Spaß beim lesen. Registrierte Leser werden über neue Artikel informiert.